Thermomix-Rezepte fotografieren: Foodfotografie-Tipps für Thermomixberaterinnen
Du hast ein cooles Thermomix-Rezept ausprobiert, bist echt happy mit dem Ergebnis und möchtest es mit deiner Community teilen. Dann schaust du auf das soeben gemachte Handyfoto und denkst, dass es eigentlich in echt viel leckerer aussieht. Aber was soll’s, für einen zweiten Versuch fehlt die Zeit, denn die Kinder kommen gleich nach Hause und der nächste Termin wartet schon.
Als Thermomixberaterin fotografierst du deine Gerichte, um deiner Community zu zeigen, was mit dem Thermomix möglich ist, mit ihr ins Gespräch zu kommen und Geräte zu verkaufen. Deine Bilder können dir dabei helfen. Sie sollen beim Scrollen Appetit machen und einen Anlass geben, dich nach dem Rezept oder der Zubereitung zu fragen. Dafür brauchst du einen Ablauf, der mit deinem Handy und deinem Arbeitsalltag funktioniert. In diesem Blogartikel teile ich Tipps & Tricks mit dir, wie du deine Thermomix-Rezepte fotografieren kannst, damit sie appetitlicher und hochwertiger ausschauen.

Kürbissuppe aus dem Thermomix
Warum gute Foodfotos für Thermomixberaterinnen so wichtig sind
Ein Rezeptpost kann mehr auslösen als ein paar Likes. Vielleicht speichert jemand dein Bild, weil das Gericht nach einem machbaren Abendessen aussieht. Vielleicht fragt eine andere Person, ob du den Teig wirklich im Thermi zubereitet hast. Solche Fragen geben dir Gelegenheit, von deinen Erfahrungen zu erzählen und herauszufinden, was dein Gegenüber beim Kochen braucht.
Das Foto entscheidet oft darüber, ob jemand überhaupt bei deinem Beitrag stehen bleibt. Wenn das Essen dunkel oder unscharf wirkt, bekommt dein Rezept meistens nicht soviel Aufmerksamkeit. Ein appetitliches Bild macht dagegen neugierig und hungrig.
Für mich ist das der Maßstab bei Fotos für Thermomix-Beraterinnen. Sie müssen keinen Fotowettbewerb gewinnen. Sie sollen Menschen Lust machen, sich mit deinem Rezept und deiner Arbeit zu beschäftigen. Wenn dir das regelmäßig gelingt, werden deine Beiträge zu einem hilfreichen Teil deiner Beratung.
Tipps für bessere Handyfotos von Thermomixrezepten
Das richtige Licht für deine Thermomix-Foodfotos
Bevor du etwas an deinem Handy einstellst, schau dir das Licht an. Stell den Teller möglichst nah an ein Fenster. Dort wirken die Farben des Essens meist natürlicher als unter einer Küchenlampe. Du musst dafür nicht deine Küche umgestalten. Ein freier Platz auf dem Tisch oder ein Brett neben dem Fenster reicht.
Ich fotografiere Rezepte am liebsten bei weichem Tageslicht. Wenn direkte Sonne harte Schatten auf den Teller wirft, hilft oft schon ein heller Vorhang. Drehe den Teller ein wenig, bis die Oberfläche gut zu sehen ist. Licht von der Seite lässt etwa die Kruste eines Brotes oder die Struktur eines Aufstrichs deutlicher hervortreten.

Liegt eine Seite des Gerichts sehr im Schatten, kannst du dort ein weißes Blatt Papier aufstellen. Es wirft etwas Licht zurück. Probier es einmal aus und vergleiche die Bilder auf deinem Handy. So findest du schnell heraus, welcher Platz bei dir zu Hause gut funktioniert.
Foodstyling für Thermomix-Rezepte: So sehen Rezepte appetitlicher aus
Suppen, Dips und Currys schmecken großartig, können auf Fotos aber wie eine einzige Farbfläche aussehen. Ich würde deshalb vor dem Fotografieren überlegen, was das Gericht sichtbar macht. Auf eine Suppe passen vielleicht ein paar Kräuter oder geröstete Kerne. Ein Aufstrich lässt sich auf Brot zeigen, damit man seine Konsistenz erkennt.
Die Garnitur sollte zum Rezept gehören oder geschmacklich dazu passen. Du musst dafür nichts extra einkaufen. Heb beim Kochen lieber eine kleine Menge einer passenden Zutat zurück. Das kostet kaum Zeit und gibt dir später eine einfache Möglichkeit, das Essen ansprechend anzurichten.
Achte auch auf die Portion. Ein randvoller Teller wirkt auf dem Foto schnell unübersichtlich. Lass etwas Platz, damit die einzelnen Bestandteile erkennbar bleiben. Wenn ein Tropfen Soße danebenliegt, ist das kein Drama. Das Essen darf so aussehen, als würde es gleich jemand genießen.

Der richtige Bildausschnitt: Perspektiven, Flatlay, Nahaufnahme
Welcher Winkel passt, hängt davon ab, was du zeigen möchtest. Bei einer Bowl mit mehreren Zutaten fotografiere ich gern von oben. So sieht man sofort, was enthalten ist. Ein geschichtetes Dessert fotografierst du besser etwas von der Seite, damit die Schichten sichtbar werden. Bei einer Suppe funktioniert häufig ein leicht schräger Blick auf die Schale.
Du musst dich nicht schon vor dem ersten Foto festlegen. Mach ein Bild von oben und eines aus einem anderen Winkel. Auf dem Handydisplay erkennst du meist schnell, welches mehr Appetit macht. Geh für ein zusätzliches Detailfoto näher heran, wenn die Kruste, die Füllung oder die cremige Konsistenz das Besondere am Rezept ist.
Schau dir das Bild anschließend klein auf dem Display an. Ist sofort klar, worum es geht? Falls der Teller zwischen vielen Gegenständen verschwindet, räum etwas aus dem Bild oder wähle einen engeren Ausschnitt.
Utensilien für gute Thermomix-Rezeptfotos mit dem Handy
Du brauchst für deine Handyfotos keine Schränke voller Geschirr. Such dir eine Schale und einen Teller aus, auf denen deine Gerichte gut wirken. Zierliche, eher kleinere Stücke eignen sich immer besser für die Foodfotografie, da bei zu großen Platten das Gericht oft untergeht. Matte Oberflächen und dezente Strukturen sind auch immer vorteilhaft da es keine störenden Spiegelungen am Foto gibt. Zwei bis drei ruhige Hintergründe, wie zum Beispiel eine helle strukturierte Platte, ein Leinentuch oder ein Holzbrett, reichen zu Beginn. Bewahre diese Dinge möglichst dort auf, wo du häufig fotografierst.
Für meine Spinatknödel mit Tomatensoße (mein absolutes Lieblingsgericht) aus dem Thermi habe ich das einmal direkt verglichen. Auf dem ersten Foto liegen sie auf einem weißen Teller am Tisch und wirken ziemlich lieblos. Auch das Licht ist nicht optimal. Es kommt von oben durch die Tischleuchte und von hinten durchs Fenster. Für das zweite Foto habe ich die Spinatknödel auf dunkler Keramik angerichtet und eine Holzplatte als Untergrund genommen. Das Licht kommt jetzt von der Seite, direkt vom Fenster. Das Bild ist immer noch minimalistisch und einfach gehalten, aber durch die gewählten Requisiten und das seitliche Licht sehen die Spinatknödel gleich viel einladender aus. An diesem Beispiel kannst du gut sehen, wie viel die Umgebung und das Licht auf einem Foto ausmachen.

Das fertige Gericht soll immer die Hauptrolle spielen. Gerade bei Rezeptbeiträgen muss auch der Thermomix nicht auf jedem Foto zu sehen sein. Im Text kannst du erzählen, wie du das Ergebnis zubereitet hast.
Ich finde eine kleine Auswahl besonders hilfreich, weil sie Entscheidungen spart. Du musst vor jedem Post weder einen neuen Hintergrund suchen noch überlegen, welches Geschirr zu deinen anderen Bildern passen könnte.
Thermomix-Rezepte mit dem Handy fotografieren
Wisch vor dem Fotografieren kurz über das Kameraobjektiv, weil ein verschmiertes Handy ein matschiges Bild ergibt. Tippe dann auf dem Bildschirm auf das Essen, damit dort der Fokus liegt. Wenn das Bild zu hell oder zu dunkel ist, kannst du bei vielen Handys die Belichtung direkt in der Kameraansicht anpassen.
Vermeide starken digitalen Zoom. Geh lieber mit dem Handy näher an den Teller. Lass bei deinem ersten Bild trotzdem etwas Platz rundherum, damit du es später für einen Beitrag zuschneiden kannst. Kontrolliere vor dem Wegräumen kurz, ob das wichtigste Foto scharf ist.
Beim Bearbeiten würde ich mich auf kleine Korrekturen beschränken. Helligkeit und Farben dürfen dem Gericht helfen, so auszusehen wie in echt. Wenn eine Tomatensuppe plötzlich knallrot oder ein Brot orange wirkt, ist es zu viel.
Die häufigsten Fehler bei Thermomix-Fotos
Oft wird das Foto erst gemacht, wenn das Essen schon auf dem Tisch steht. Dann brennt die Küchenlampe, im Hintergrund liegen Einkäufe und alle möchten zu Essen anfangen. Bereite deinen Fotoplatz neben einem Fenster gleich vor, während der Thermomix noch arbeitet. Wenn das Gericht fertig ist, brauchst du es nur anzurichten und am vorbereiteten Platz stellen. Dann geht es auch recht fix mit dem fotografieren.
Versuch nicht, in einem einzigen Bild das Gerät, sämtliche Zutaten und den fertigen Teller unterzubringen. Wer deinen Beitrag sieht, sollte das Essen sofort erkennen können. Weitere Schritte kannst du in zusätzlichen Bildern oder im Text zeigen.
Warte außerdem nicht zu lange. Kräuter fallen zusammen, Eis schmilzt und eine schöne Oberfläche verändert sich. Ein gutes Foto direkt nach dem Anrichten ist für deinen Beitrag meist wertvoller als langes Hin und Her mit der Dekoration.
Du möchtest herausfinden, wie du deine Rezepte bei dir zu Hause am besten fotografieren kannst? In meinen individuellen Workshops für Thermomixberaterinnen komme ich zu dir vor Ort. Wir schauen uns deinen Fotoplatz an und üben mit deinem Handy und deinen eigenen Gerichten, wie du Licht, Geschirr und Hintergründe für deine Fotos nutzen kannst. So entwickelst du einen Ablauf, der auch dann funktioniert, wenn zwischen Kochen, Familie und Beratung wenig Zeit bleibt. Schreibe mir gerne hier, wenn du mehr Infos möchtest.
Wenn du lieber selbstständig lernen möchtest, findest du diesen Ablauf auch in meinem Mini Videokurs Foodfoto Flow für Thermomixberaterinnen. Schreib mir gern, wenn du mehr über einen Workshop oder den Kurs erfahren möchtest.
Einheitliche Bildsprache für deine Thermomix-Rezepte entwickeln

Eine wiedererkennbare Bildsprache entsteht durch kleine Entscheidungen, die du regelmäßig wiederholst. Vielleicht fotografierst du meist an demselben Fenster und nutzt häufig dieselbe helle Schüssel. Dadurch passen deine Bilder besser zusammen, und du musst bei jedem Rezept weniger neu entscheiden.
Schau dir an, welche deiner bisherigen Handyfotos dir besonders gefallen. Was haben sie gemeinsam? Vielleicht ist es das Licht oder die Nähe zum Essen. Daran kannst du dich beim nächsten Rezept orientieren. Dein Stil darf sich entwickeln und trotzdem nach dir aussehen.
Für deinen Beraterinnenalltag zählt vor allem, dass das Fotografieren leicht genug bleibt, um es wirklich zu tun. So kannst du Rezepte regelmäßig teilen, Interesse wecken und mit Menschen über das Kochen mit dem Thermomix sprechen.
Du siehst, dass gute Rezeptfotos nicht viel Zeit oder eine besondere Kamera brauchen. Hilfreich ist ein Ablauf, auf den du dich im Beraterinnenalltag verlassen kannst.
Genau den zeige ich dir in meinem neuen Mini-Videokurs Foodfoto Flow für Thermomixberaterinnen. Du lernst, wie du deine Rezepte mit dem Handy unkompliziert und effizient fotografierst, damit du sie gerne mit deiner Community teilst.
Der Kurs ist bald verfügbar!
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